Domäne Mechtildshausen

 
Die Domäne

Etwas Besonderes - Abenteuer Domäne

„Abenteuer Domäne“ am 24. Juni 2017 ab 11 Uhr.
Abenteuer Domeane

..eine wechselvolle Geschichte

Die Domäne geht auf eine Gerichtsstätte eines schon in der Zeit der Merowinger bestehenden Königssondergaues zurück.
Der Sondergau hatte seinen Ursprung im ausgehenden Römischen Reich als Siedlungsgebiet für germanische Stämme jenseits von Rhein und Main. Zur Zeit der Karolinger entwickelte sich am heutigen Domänenstandort die Reichsgerichtsstätte, an der Todesurteile gefällt und im Namen des Kaisers auch vollstreckt wurden.

Der Königssondergau wurde von zwei Siedlungsstätten verwaltet: der Burg Dreieichenhain, dort war der Verwaltungssitz der kaiserlichen Forstverwaltung, und der Domäne Mechtildshausen, die als Standort der Ackerwirtschaft dieses Sondergaues diente. Sie war ein Versorgungsgut der Kaiser und Könige.

Die Domäne lag unmittelbar an dem bedeutenden westöstlichen Verkehrsweg des Mittelalters, der "via regia" (Königsstraße). Sie war ein Teil der Verbindung, die den Westen Europas über Mainz und Frankfurt mit dem Osten bis nach Sachsen und weiter verknüpfte. Die Straße trug schon damals den Namen, den sie auch heute noch in der Gemarkung Wiesbadens trägt - "Steinern Straße".

Urkundlich wird die Domäne erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt. Sie erlebte eine wechselvolle Geschichte zwischen dem Erzbistum Mainz, der Herrschaft von Eppstein und den Fürstentümern Nassau und Hessen-Darmstadt. Nach 1945 kam sie mit der Gründung Hessens in den Besitz des Landes als demokratischem Rechtsnachfolger der feudalen Ordnung.

Im Jahr 1987 pachteten wir die Domäne Mechtildshausen vom Land Hessen.
DOM_Torhaus

...nicht nur ein Bauernhof

Die von der Domäne Mechtildshausen bewirtschaftete Fläche beträgt insgesamt 650 ha an 4 Standorten. Am Standort Mechtildshausen sind es 185 ha, ca. 30 ha am Hofgut Klarenthal, beim Gassenbacher Hof in Idstein ca. 140 ha und in Watzelhain im Taunus ca. 60 ha. Der verbleibende Rest umfasst Weiden im Taunus und Grünland am Rhein.

Mit der Übernahme der Domäne im Jahr 1987 wurde mit der Umstellung der Produktionsweise nach organisch-biologischen Grundsätzen begonnen. Am 1. Mai 1992 erhielt die Domäne nach einer fünfjährigen Umstellungsphase die Anerkennung als "BIOLAND-Betrieb" mt der Betriebsnummer 60 889. Am 1. Juli 1992 folgte die Anerkennung durch die Europäische Gemeinschaft.

Die biologisch-organische Anbauweise beinhaltet u. a. den Verzicht auf den Einsatz von mineralischen Düngern und auf synthetische Hilfsmittel zur Bekämpfung von Wildkräutern und Schädlingen. Darüber hinaus orientiert sich das landwirtschaftliche Jahr und die Anbauplanung an den Grundsätzen des ökologischen Stoffkreislaufes.